5 Lektionen für Eltern, um unnötigen Stress zu reduzieren
- Veröffentlicht auf der StructuraBaby-Website unter: Mai 16, 2026
- 10:30
Persönliche Notiz von Poli:
In der Kategorie „Ideen“ stellen wir interessante Inhalte vor, auf die wir gestoßen sind – aus Quellen, die unserer Einschätzung nach Erfahrung und praktische Kenntnisse im Teilen hilfreicher Ansätze haben (meist zertifizierte Berater:innen oder medizinische Fachpersonen). Da es sich dabei jedoch nicht um offizielle medizinische Organisationen mit offiziellen Empfehlungen handelt, haben wir diese Kategorie bewusst „Ideen“ genannt.
Ich bin auf ein Video von Emma Hubbard gestoßen. Sie ist Kinder-Ergotherapeutin mit über 12 Jahren Erfahrung und Mutter von drei Kindern. Sie betreibt einen erfolgreichen YouTube-Kanal, auf dem sie über verschiedene Themen rund um die kindliche Entwicklung spricht. In ihrem Video „5 Parenting Lessons to Reduce Unnecessary Stress“ erzählt sie von Ideen, die Eltern helfen können, Stress zu reduzieren und den Alltag entspannter zu gestalten. Deshalb fand ich dieses Thema perfekt als ersten Beitrag für unsere Kategorie „Ideen“.
Wir haben ein Transkript des Videos erstellt und leicht gekürzt, damit es leichter lesbar ist. Bitte beachtet aber, dass es durch Übersetzung und Transkription kleinere Unterschiede zum Original geben kann. Wenn ihr euch unsicher seid, orientiert euch daher immer an der Originalquelle und natürlich auch an euren Ärzt:innen.
Hier erzählt Emma im Video Folgendes (das vollständige Video findet ihr ganz unten im Artikel):
Als Eltern eines Neugeborenen gibt es unglaublich viele kleine Dinge, die ständig auftauchen und einen schnell verunsichern oder stressen können. Man fragt sich ständig, ob etwas normal ist oder nicht. Selbst etwas so Einfaches wie ein kleines Niesen kann Gedanken auslösen wie: „Ist dem Baby kalt?“, „Ist es erkältet?“, „Hat es eine Allergie?“, „Oh Gott, sollte es wirklich so oft niesen?“ Es fühlt sich manchmal so an, als würden Babys die ganze Zeit niesen. Obwohl diese Sorgen für frischgebackene Eltern völlig normal sind, gibt es in vielen Fällen eigentlich keinen Grund zur Beunruhigung.
Sie und ich wissen beide: Als neue Eltern passiert ohnehin schon genug. Das Letzte, was ihr zusätzlich braucht, ist Stress wegen Dingen, die eigentlich völlig normal sind.
Ich hoffe, ich kann euch ein wenig beruhigen, indem ich euch fünf Dinge zeige, die bei vielen frischgebackenen Eltern unnötigen Stress auslösen – obwohl sie das eigentlich nicht sollten.
1. Niesen ist normal
Beginnen wir mit dem Beispiel des Niesens. Das Wichtigste zuerst: Niesen ist bei Neugeborenen ein gesunder und völlig normaler Reflex. Genau wie bei Erwachsenen passiert das Niesen bei Babys, wenn ihre Nasengänge gereizt werden. Diese Reizung kann durch Staub, starke Gerüche oder sogar kleine Partikel in der Luft entstehen. Das Niesen hilft dabei, genau diese Reize wieder aus den Atemwegen zu entfernen. Außerdem kann es vorkommen, dass die Nase beim Trinken leicht zusammengedrückt wird oder ein Nasenloch kurz blockiert ist. Auch dabei hilft das Niesen, die Atemwege wieder freizubekommen.
Im Grunde ist Niesen also die natürliche Art eures Neugeborenen, Schmutz und andere Reizstoffe loszuwerden und die Nasengänge frei und sauber zu halten. Das ist besonders wichtig, weil Babys hauptsächlich durch die Nase atmen. Macht euch deshalb keine Sorgen, wenn ihr euer Baby ab und zu niesen hört.
Natürlich kann Niesen auch auftreten, wenn ein Baby krank ist oder Allergien hat. Und wie ihr wisst, ist es bei Neugeborenen immer wichtig, solche Dinge frühzeitig im Blick zu behalten. Wenn ihr euch also Sorgen macht, weil euer Baby sehr häufig niest oder zusätzlich Symptome wie Fieber, Husten, Schnupfen oder Müdigkeit zeigt, solltet ihr euch immer an eure Kinderärztin oder euren Kinderarzt wenden.
2. Kurze Stillmahlzeiten sind völlig okay
Wenn euer Baby nur fünf bis zehn Minuten trinkt, macht ihr euch vielleicht Sorgen, dass es nicht genug Nahrung bekommt. Aber hier kommt der wichtige Punkt: Die Zeit, die ein Baby an der Brust verbringt, sagt nicht zuverlässig aus, wie viel Milch es tatsächlich bekommt. Wie lange ein Baby trinken muss, hängt von vielen Faktoren ab. Zum Beispiel davon, wann die Milch einschießt, wie schnell der Milchspendereflex einsetzt, ob der Milchfluss eher langsam oder schnell ist, wie gut das Baby andockt oder ob es konzentriert trinkt oder währenddessen eher schläfrig oder abgelenkt ist.
Außerdem können Häufigkeit und Dauer der Mahlzeiten je nach Tageszeit variieren. Manche Stillmahlzeiten dauern 20 bis 40 Minuten, andere wiederum nur 5 bis 10 Minuten. Und auch das ist vollkommen normal.
Babys nehmen in der Regel genau die Menge auf, die sie brauchen, und hören auf, wenn sie satt sind oder einschlafen. Als allgemeine Orientierung gilt: Wenn euer Baby zunimmt, mehrere nasse Windeln pro Tag hat und der Stuhlgang nicht wie harte Kügelchen aussieht, müsst ihr euch normalerweise keine Sorgen darüber machen, wie lange es trinkt.
3. Das Tragen und Kuscheln mit eurem Baby verwöhnt es nicht
Eine weitere Sorge, die viele Eltern haben, ist, dass zu viel Tragen oder Kuscheln ein Neugeborenes verwöhnen könnte und daraus später ein Kind entsteht, das ständig Aufmerksamkeit braucht. Das stimmt jedoch definitiv nicht.
Wenn ihr auf die Bedürfnisse eures Babys eingeht, es hochnehmt und beruhigt, verwöhnt ihr es keineswegs. Tatsächlich unterstützt ihr damit seine Entwicklung auf eine sehr wichtige Weise. Wenn ihr euer Baby haltet und tröstet, helft ihr ihm, sich sicher und geborgen zu fühlen – und genau das ist entscheidend für seine emotionale und psychologische Entwicklung.
Diese Art von Fürsorge stärkt außerdem die Bindung zwischen euch und eurem Baby und schafft eine sichere Verbindung. Babys, die Geborgenheit und Nähe erfahren, entwickeln später oft mehr Selbstständigkeit. Sie wissen, dass sie einen sicheren Ort haben, zu dem sie immer zurückkehren können – nämlich euch.
Dieses Gefühl von Sicherheit ermutigt sie dazu, Neues auszuprobieren, Risiken einzugehen und ihre Umgebung zu entdecken. Sie erkunden die Welt mit mehr Selbstvertrauen, weil sie wissen, dass ihr immer für sie da seid, wenn sie euch brauchen. Mit der Zeit hilft ihnen das dabei, unabhängiger zu werden, weil sie sich sicherer und kompetenter fühlen, neue Situationen selbst zu meistern.
Zögert also nicht, euer kleines Baby so viel zu halten, wie es braucht. Ihr verwöhnt es dadurch nicht – ihr helft ihm vielmehr dabei, die Fähigkeiten zu entwickeln, die es braucht, um später ein selbstbewusstes und unabhängiges Kind zu werden.
Trotzdem solltet ihr euch nicht unter Druck setzen, euer Baby ständig auf dem Arm zu haben. Wenn ihr euch etwas freie Hände wünscht oder einfach eine kurze Pause braucht, ist es völlig in Ordnung, euer Baby auf den Boden zu legen, damit es frei spielen kann – vorausgesetzt, es ist zufrieden und ruhig. Tatsächlich ist selbstständiges Spielen sogar sehr wertvoll für die Entwicklung. Wenn euer Baby Zeit auf dem Boden verbringt, kann es Arme und Beine frei bewegen und neue Bewegungen üben. Das unterstützt die Entwicklung der Grob- und Feinmotorik. Diese grundlegenden Fähigkeiten sind wichtig für das Greifen und Spielen mit Spielzeug, das Drehen, Sitzen, Krabbeln und später auch das Laufenlernen. Außerdem ermöglicht selbstständiges Erkunden und Spielen eurem Baby, seine Umgebung kennenzulernen und mit verschiedenen Materialien und Gegenständen in Kontakt zu kommen. Diese Erfahrungen sind wichtig für die kognitive und sensorische Entwicklung. Auch wenn es wunderschön ist, euer Baby zu halten und zu trösten, wenn es euch braucht, solltet ihr euch also nicht schuldig fühlen, wenn ihr euch zwischendurch etwas freie Zeit nehmt. All das gehört dazu und unterstützt euer Baby dabei, zu wachsen und sich gesund zu entwickeln.
4. Lauter Schlaf ist völlig normal
Ein weiterer wichtiger Faktor für die Entwicklung eures Babys ist der Schlaf. Vielleicht fragt ihr euch manchmal, ob es normal ist, dass euer Neugeborenes im Schlaf so viele Geräusche macht und sich ständig bewegt.
Die Antwort lautet tatsächlich: Ja, das ist vollkommen normal. Neugeborene durchlaufen zwei verschiedene Schlafphasen – ruhigen Schlaf und aktiven Schlaf – und verbringen ungefähr die Hälfte ihrer Schlafzeit in jeder dieser Phasen. Der aktive Schlaf ähnelt dem REM-Schlaf bei Erwachsenen, allerdings gibt es einen großen Unterschied. Erwachsene erleben während des REM-Schlafs eine Art Schlafparalyse, die verhindert, dass wir uns während des Träumens bewegen. Neugeborene haben diese noch nicht, weshalb sie sich viel bewegen und unterschiedliche Geräusche machen – wie Grunzen, Wimmern oder leises Weinen. Sie können sogar lächeln, Grimassen schneiden oder die Augen öffnen, obwohl sie noch schlafen. All diese Bewegungen und Geräusche sind ein normaler Teil des aktiven Schlafs. Das bedeutet nicht, dass etwas nicht stimmt oder dass euer Baby unbedingt wach ist und eure Aufmerksamkeit braucht.
Wenn ihr euer Neugeborenes während des Schlafs oder nachts Geräusche machen hört, kann es hilfreich sein, kurz innezuhalten und es zu beobachten. So könnt ihr besser einschätzen, ob euer Baby wirklich wach ist oder sich einfach nur im aktiven Schlaf befindet.
Wenn die Bewegungen stärker werden und die Geräusche lauter und anhaltender sind, ist euer Baby wahrscheinlich wach und braucht euch. Wenn die Geräusche jedoch gleich bleiben oder langsam leiser werden, befindet es sich höchstwahrscheinlich weiterhin im aktiven Schlaf und sollte weiterschlafen dürfen.
5. Entwicklungsschritte verlaufen unterschiedlich
Ein weiterer Punkt, der Eltern oft viel Stress bereitet, sind die Entwicklungsschritte – besonders dann, wenn das eigene Baby nicht genau dieselben Dinge macht wie andere Kinder im gleichen Alter. Das Wichtigste dabei ist: Jedes Baby ist einzigartig und entwickelt sich in seinem eigenen Tempo.
Manche Babys lernen neue Fähigkeiten sehr schnell, während andere dafür etwas mehr Zeit brauchen. Genau deshalb gibt es für Entwicklungsschritte meist keinen festen Zeitpunkt, sondern vielmehr einen Altersbereich, in dem sie typischerweise erreicht werden.
Und dieser Bereich ist oft viel größer, als viele Eltern denken.
Nehmen wir zum Beispiel das Drehen vom Rücken auf den Bauch. Oft wird das als Meilenstein mit vier Monaten beschrieben, aber das bedeutet nicht, dass ein Baby genau an seinem viermonatigen Geburtstag damit anfangen muss. Tatsächlich ist es völlig normal, wenn Babys dies irgendwann zwischen dem vierten und siebten Monat lernen. Da jeder Entwicklungsschritt also einen Altersbereich hat, bringt es wenig, das eigene Baby ständig mit anderen Kindern zu vergleichen.
Anstatt euch durch Vergleiche unter Druck zu setzen, konzentriert euch lieber auf euer Baby als individuelle Persönlichkeit und freut euch über seine Fortschritte. Solange es seine Entwicklungsschritte innerhalb dieser erwarteten Altersbereiche erreicht, entwickelt es sich wunderbar.
Es ist jedoch wichtig zu erwähnen, dass es bestimmte Entwicklungsschritte gibt, die Kinder spätestens mit 3, 6, 9 oder 12 Monaten erreicht haben sollten. Werden diese Meilensteine innerhalb der erwarteten Zeiträume nicht erreicht, spricht man im medizinischen Kontext von einem möglichen „Warnsignal in der Entwicklung“. Ein solches Warnsignal kann darauf hinweisen, dass sich euer Kind nicht in einem Tempo entwickelt, das seinem Alter entspricht. Das könnte auf eine Entwicklungsverzögerung oder ein ernsteres Problem hindeuten. Werden mögliche Entwicklungsprobleme früh erkannt, kann schneller unterstützt und eingegriffen werden. Dadurch steigen die Chancen, dass euer Kind seine Altersgenossen aufholt und mögliche Auswirkungen auf die gesamte Entwicklung reduziert werden. Deshalb ist es als Elternteil sehr wichtig zu wissen, welche Warnzeichen es gibt und wie man sie erkennt.
Seht euch das vollständige Video hier an:
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* Der Großteil dieser Inhalte stammt aus englischsprachigen Originalquellen. Die Übersetzungen wurden mithilfe von Google Translate und ChatGPT erstellt. Für die genauesten und zuverlässigsten Informationen beziehen Sie sich bitte immer auf die Originalquelle.